Eine glücklich schlafende Person mit Aufschrift Schlafenszeit

Jeder weiß, dass ein guter Schlaf für die Gesundheit wichtig ist. Warum aber tun sich so viele von uns mit der richtigen Schlafenszeit so schwer? Und wie kann man sicherstellen, dass man erholter aufwachen kann?

In diesem Artikel werden diese und mehr Fragen beantwortet.

Warum schlafen wir?

Für Menschen ist Schlaf unverzichtbar. Jede Nacht ruhen wir unsere Körper aus, damit wir gesund und leistungsfähig bleiben können. Demzufolge helfen zum Beispiel Wachstumshormone der Regeneration des gesamten Körpers.

Die Informationen und Eindrücke des Tages werden im Schlaf sortiert. Demnach findet sowohl ein Ausgleich der Emotionen, als auch die Verfestigung des Gedächtnisses statt.

Wenn wir nicht genug Schlaf bekommen oder zu unregelmäßigen Zeiten schlafen gehen, kann dies verheerende Folgen haben:

Kurzfristige Folgen

  • Müdigkeit (Sekundenschlaf)
  • Leistungsabfall
  • Keine Energie
  • Konzentrationsprobleme

Langfristige Folgen

  • Allgemeine Beeinträchtigung der täglichen Funktionen
  • Niedrige Lebenszufriedenheit
  • Erhöhte Chance auf Krankheit
  • Anfälliger für Diabetes, Übergewicht, Kreislaufprobleme und Depression

Wie viel Schlaf brauchen Menschen? – Schlafenszeit Grafik

Die Menge, die jeder Mensch schlafen muss, damit sie sich ausgeglichen fühlen, ist sehr individuell. Trotzdem kann man sich an bestimmte Zeiten richten, die sich an verschiedene Faktoren orientieren.

Obwohl jeder individuell optimale Schlafenszeiten und -dauern hat, kann man einen Trend in verschiedenen Altersgruppen wiedererkennen. Folgend brauchen Menschen je jünger sie sind, umso mehr Schlaf und desto älter sie werden, weniger.

Auch scheint das Geschlecht einen großen Einfluss auf die Länge unserer gebrauchten Schlafenszeit zu haben. Neben hormonellen Schwankungen brauchen Frauen, je nach Lebensphase, im Durchschnitt 11 Minuten länger, um sich ausgeschlafen zu fühlen.

Eine gemütlich schlafende Frau
Grafik Schlafenszeit nach Altersgruppen. Je älter Personen werden, desto weniger Schlaf brauchen sie.

Schlafenszeit für Kinder

Neugeborene schlafen ihre gesamte Schlafenszeit nicht an einem Stück in der Nacht, sondern über den Tag verteilt. Je älter sie werden, desto weniger schlafen sie am Tag, bis sie als Kleinkinder üblicherweise nur noch in der Nacht schlafen gehen.

Falls man sich nicht sicher ist, ob die momentane Schlafenszeit des Kindes richtig ist, kann man für 2-3 Wochen ein Schlafprotokoll führen. In diesem notiert man, wann das Kind einschläft und wie lange es schläft. Damit kann man sich ein klares Bild über das momentane Schlafverhalten des Kindes machen.

Fun Fact: Wir verbringen rund einen Drittel unserer Lebenszeit schlafend!

Besser schlafen

Für junge bis mittelreife Erwachsene kann man grundlegend sagen, dass die optimale Schlafenszeit zwischen 7 – 9 Stunden liegt. Die Zeitspanne kann natürlich abweichen, aber man sollte nicht unter 6 Stunden Schlaf kommen.

Was bei der Wahl der Uhrzeit helfen kann, ist herauszufinden, welcher Chronotyp man ist. Grundsätzlich beschreiben Chronotypen, wie verschieden die genetisch veranlagten Schlaf-Wach-Rhythmen (innere Uhren) von Leuten sind. Dies gilt auch für Kinder!

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen zwei verschiedenen, obwohl die meisten Leute Mischtypen sind:

Eulen (Nachtmenschen)

  • Werden erst später in der Nacht müde
  • Wachen dementsprechend später auf
  • Wenn sie gezwungen werden früher einzuschlafen → haben sie Probleme mit dem Einschlafen
  • Wenn sie gezwungen werden früher aufzuwachen → fühlen sie sich nicht ausgeruht
Eine Nachteule spät am Arbeiten

Lerchen (Frühaufsteher)

  • Gehen abends wegen Müdigkeit früher ins Bett
  • Dementsprechend wachen sie früher auf
  • Wenn sie gezwungen werden später einzuschlafen → werden sie extremst müde
  • Wenn sie gezwungen werden später aufzuwachen → haben sie Schlafprobleme
Glückliche Morgenperson am Strecken

Hat man herausgefunden, zu welchem Type man eher lehnt, hat man bereits einen ersten Anhaltspunkt, mit dem man weiterarbeiten kann.

Wichtig ist, dass man die Einschlafzeit und die Schlafdauer konstant hält, selbst an freien Tagen und Wochenenden. Damit kann sich der Körper an diese Routine gewöhnen und verteilt Melatonin (das Schlafhormon) zur richtigen Zeit aus.

Ausschlafen

Damit man sich beim Aufwachen ausgeschlafen fühlt, sollte man die Schlafenszeit, basierend auf die Uhrzeit, an der man morgens aufstehen muss, anpassen.

Wenn man bemerkt, dass man an Wochenenden viel länger oder später schläft, als an Arbeits- oder Schultagen, könnte es sein, dass man einen ”sozialen Jetlag” aufweist.

Durch die sozialen Anforderungen, wie Arbeit und Schule, wird man unter der Woche gezwungen, gegen die eigene biologische Uhr zu gehen und versucht an freien Tagen zu überkompensieren.

Schlafenszeit Rechner

Während wir schlafen, passiert sehr viel in unserem Gehirn. Menschen gehen im Schlaf idealerweise 4 – 6 mal durch 90 Minuten lange Schlafzyklen. Die Menge der Schlafzyklen, die für das Ausschlafen durchlaufen werden müssen, sind individuell.

WICHTIG: Es ist wichtig, dass ein 90 Minuten Zyklus nicht unterbrochen werden darf.

Man wacht also am Besten am Ende einer dieser Zyklen auf, wenn man sich ausgeschlafen fühlen möchte.

Beispielsituation:

Morgens um 7 Uhr muss man für die Arbeit aufwachen.

Mit 6 Schlafzyklen fühlt man sich am Besten ausgeruht, was 6*90 Minuten = 540 Minuten oder 9 Stunden Schlaf heißt.

Dementsprechend muss man die Nacht davor um 22 Uhr einschlafen, um 6 Schlafzyklen komplett zu durchgehen.

Für einen online-Rechner kann man hier schauen

Schlafqualität verbessern

Um die Schlafqualität zu verbessern, ist es wichtig, dass man sich vor der Schlafenszeit erfolgreich für das Einschlafen vorbereitet. Konsistenz ist dafür essenziell.

Diese Bedingungen können dem Einschlafritual helfen:

Gemütliches Bett in ruhiger Atmosphäre und mit warmen Licht
  • Das Schlafzimmer dunkel machen
  • Abends die Lichter dimmen (warmes Licht)
  • Das Bett gemütlich machen
  • Kein Koffein oder Alkohol am Abend einnehmen
  • Ruhige Stimmung und keine Störungen
  • Mindestens 30 Minuten vor Schlafenszeit keine Bildschirme (Blaulicht) mehr anschauen

Kinder Schlafroutine

Besonders für Kinder ist eine strenge Schlafroutine wichtig, deswegen kann man für sie zusätzlich folgendes für die Schlafenszeit einführen:

Zähne putzen Kinderlied
  • Damit Kinder enthusiastischer gegenüber dem Zähneputzen werden, kann man aus dieser Pflicht etwas spielerisches machen.
Gute Nacht Geschichte
  • Gute Nacht Geschichten in einem ruhigen Ton können den aufregenden Tag ausklingen.
Schlaflieder
  • Genau wie Gute Nacht Geschichten können Schlaflieder, vor Allem wenn gesungen von Eltern, eine beruhigende Wirkung haben (für eine Sammlung von Schlafliedern kann man hier schauen).

 Fazit – Schlafen und Einschlafen

Die ideale Schlafenszeit zu finden, kann ziemlich schwierig sein. Trotzdem ist es wichtig, dass man herausfindet, wann und wie lange man idealerweise schlafen gehen sollte, da unsere körperliche und geistige Gesundheit stark davon abhängig ist.

Man sollte also experimentieren und sich notieren, wie man sich mit verschiedenen Faktoren fühlt.

FAQ – Schlafenszeit

Was ist die perfekte Schlafenszeit?

Es gibt keine perfekte Schlafenszeit, die für jeden gelten würde. Zwar gibt es grobe Regeln, an die man sich richten kann, doch trotzdem muss man selbst experimentieren.

Wie viele Stunden Schlaf brauchen Menschen?

Die Menge an Schlaf, die durchschnittlich gebraucht wird, ändert sich mit dem Alter. Je älter man wird, desto weniger braucht man in der Regel. Für junge Erwachsene und Erwachsene mittlerer Reife werden ca. 7 – 9 Stunden empfohlen.

Wie kann man besser einschlafen?

Damit man besser zur Ruhe kommen kann und einfacher einschläft, sind viele verschiedene Faktoren wichtig: die Umgebung, Atmosphäre, Nahrung und Weiteres!

Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

Es wird vermutet, dass es zwischen Männern und Frauen Unterschiede gibt. Frauen scheinen je nach Lebensabschnitt, in dem sie sich befinden, ca. 11 Minuten längeren Schlaf als Männer zu brauchen. Auch sind sie stärker von Hormonen betroffen.

Sind noch Fragen offen geblieben oder gibt es sonstige Anmerkungen? Dann schreibe uns gerne einen Kommentar!

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Von Ya Na

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